„Ich habe diese Nacht einen wunderbaren Traum gehabt, den ich nicht vergessen kann, mir war, ich läg zu Bette, ein Löwe lag zu meiner Rechten, eine Wölfin zur Linken und ein Bär mir zu Füßen, alle halb über mich her und in tiefem Schlaf, da dachte ich, wenn diese Tiere erwachten, würden sie gegeneinander ergrimmen und sich und mich zerreißen, es ward mir fürchterlich bange, und ich zog mich leise unter ihnen hervor und entrann.“

(Karoline von Günderrode an Friedrich Creuzer, Frankfurt, 25. April 1805)

Darüber ein Kupferstich der Günderrode mit diesen Worten: Das Leben war ihr zum ruhelosen Albtraum geworden. Karoline von Günderrode, Stiftsdame und Poetin der Romantik, zerbrach an ihrer Liebe zu dem verheirateten Heidelberger Professor Friedrich Creuzer.

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