Dieser  dicke samten rote Kissenbezug dient meinem geplagten Blutentnahmearm als Sultanskisschen des Nachsinnens unserer beider Fantasiespringbrunnen, die damals in Prag und gestern im Rheinhessischen überbordend tirilierten. Der kleine Bluterguss in der Armfalte juckt und eifert in seinen Heilverfärbungen anderen orientalischen Kredenzien nach. Umbravanillig mit Kurkumarost.

Mit fett Cannabis und Alkohol im Blut  wurde der Künstler in meiner aktuellen Lektüre am Fuße einer meterhohen Südfranzosenmauer tot aufgefunden. Eine seiner ehemaligen Geliebten hat ein wenig nachgeholfen.

Unpassend dazu Christa Wolf: „Genauso sitzt ein Mann, dem die Flucht vorerst geglückt ist, der aber nun, erneut bedroht, auf seinen Transit wartet, in der fremden Stadt Marseille und sieht die fremde Straße hinunter, die seit Jahrhunderten die „Abflußrinne Europas in den Ozean“ ist. “ (aus Lesen und Schreiben, Aufsätze und Betrachtungen. Aufbau-Verlag 1973)

Hurtig, hurtig kommt der Oberlehrer Hagestolz um die Ecke. Der darf doch gar nicht in die Damensauna.

Zuweilen trug es sich zu, dass sich ein Regenschirm und eine Nähmaschine auf dem OP-Tisch der Uniklinik Bad Kapselassel ohne Einvernehmen trafen und das dann DADAsurreal genannt wurde.

Kissenbezüge und Blutergüsse ergötzen erquicklich am taufrischen Februarmorgen, noch atemlos von Durchgangsträumen auf Vanillesahneschnittchen mit einem Hauch Eierlikör.

Ablußrinne Europas – was für ein erstaunlicher Ausdruck!