Schon wieder nicht in der Sonne taumeln. Dafür ein paar Gedanken zum Thema „Blog und so“.

Beinahe täglich werden von mindestens ein Leuten zwei meiner Jahre zurückliegenden Beiträge aufgerufen. „Kurzmärchen der Brüder Grimm“ und „Maldiktat“. Wer liest das? Vorstellen könnte ich mir beim zweiten Ding, dass es fachfremd unterrichtende Grundschullehrer sind. Beim ersten eventuell Märchenmenschen, die genau das nirgendwo anders finden.

Beim „Wort des Tages“ habe ich mir angewöhnt, nur einen Kommentar zu beantworten. Den suche ich mir rein willkürlich aus.

Es gibt noch eine feine Stelle für ein solches Wort, nämlich hier, und zwar bei „der Wort-Kreis“ : http://www.seelenfarben.de/lichtblick.htm

Wenn ich ein Gedicht suche und die Verfasser nicht oder nur wenig kenne, recherchiere ich freudig im Netz oder in meinen dichthistorischen Büchern herum. Manchmal erwächst daraus die Suche nach einem bestimmten Werk mit verheißungsvollem Titel. So letzthin geschehen beim Namen Werner Bergengruen. Nun liegen in einem blauen Leinenbändchen seine „Schreibtischerinnerungen“ vor mir. Sein kleines Wort zuvor: Ich widme diese kleine Schrift der Stadt Berlin, dem Andenken der Jahre, die ich in Berlin verbracht, den Freunden, die ich dort gefunden habe; und hier erinnere ich mich gern daran, dass meine besten Freunde – meine Frau und meine Kinder – in Berlin geboren sind. Ascona, Weihnachten 1960

Mein Nachttischlektüre: Christine Fivian „Das Bild“, Xanthippe Zürich 2013.

Es geht um drei nun ältere Frauen, die zeitlebens um einen launischen Künstler herum gelebt haben und nun Bilanz ziehen. Warte nur, gleich liegt er irgendwo tot herum. Hach ja, was man nicht alles erlebt hat.

Die Fahrt ins Alter ist keine in die Finsternis, finde ich. Eher zu mehr Licht, mehr Liebe, mehr Einsicht, Ruhe und Gelassenheit, mit der man dem Treiben der Jüngeren nickend oder kopfschüttelnd zuschauen kann. – Es macht solche Freude, ohne ständige Bewertungen, ohne enge Zeitraster, ohne die Müsserei zu leben. Bis es Pardauz! macht. Mal sehen.