In immer neuen Wunderkurven ringe ich um Zuversicht und Optimismus. Das klappt so herrlich sprudelig ideenreich mit dem Enkel in der Nähe. Heute früh tat er eine Weile still und leise was im Wohnzimmer. Vorm Klavier lagen winzige alte Zettelchen. Vor ungefähr zwanzig Jahren hatte unsere Tochter, seine Tante also, auf den wichtigsten Tasten die Notenbezeichnungen notiert. Nun waren sie entfernt. Er wusste nicht genau, ob er das durfte, deshalb das fein leise Tun. Als ich sein „Werk“ betrachtete, dachte ich mir, dass nun was Neues beginnt und freute mich entsprechend. Er schaute plötzlich froh und erlöst.

Musik.

Die Freundin kam zu Besuch, in der einen Hand meinen Lieblingskuchen – Linzer Torte – in der anderen eine feine dunkle Dose mit selbstgebackenen Plätzchen. Bei Kerzenlicht so gute Gespräche über Großväter mit Dachschaden, Männer zur Pflege, Abiturskleidchen, Rückennackenheizkissen demnächst bei Alti, unsere jetzt so lächerlich scheinenden Vorbehalte gegen die Volkszählung damals, kalte Füße, Teesorten, Weihnachtspost, Bücherkisten, Raffkäufe von anderen, Autofahrsünden der alten Macker, Heulfrauen mit Privilegien, Schwimmbäder mit Pipigeruch, das letzte Juristenfest mit all den Ruhestandsakademikern in gediegenen Klamotten, Pharmaverbrecherfirmen, Hebammennotlagen, ach, und dieses und jenes.

Guter Nachmittag.