Unstrukturierte Traumfetzen blieben übrig. So gar nicht adlig, mein Traumpersönchen. Wollte lieber rigide bleiben, handeln wie ein Chef von Natur aus. Tagesreste in Verarbeitung, kompostartig chaotisch, Firlefanz. Die adventliche Helferin im Buchladen irrte lustig umher, sagte ihr Sprüchlein auf: Soll isch Ehne mo was saache, isch happ noch kee eenziches Weihnachtsgschengg un geh morjche vier Daach uff Wellness! – Wie köstlich derb sie dabei lacht, leicht schadenfroh, und draußen ist ein Sauwetter.

Wieder daheim im Nichtglitzerglöckleinhafen, kommt der Enkel angerannt, schwenkte im Supermarkt ein Säcklein und rief dabei: kakaarosenkohl, kakaarosenkohl – woraufhin ein kleines Mädchen empört zur Begleitperson meinte: Mammmaaa, der sagt Klo-Wörter!

Meine inneren Gepäckträger bereiten sich auf irgendwas, mir bislang Unerfindliches vor. Mal sehen. Von daher gehe ich tunlichst keine kunsthandwerklichen Arbeiten an, nur wenig mit Essigessenz rumwischen, fertig.

Schneeglöckchencollagen erst nach dem Jahreswechsel wieder. Derbes Zeug dafür horte ich. Nikolaussäckchenstückchen, Aufkleber uralter Videokassetten, Schatzkartenfetzen dreimal in Schlammpfützen gewälzt und dergleichen mehr. Teile von Altblattfrottagen mag ich besonders gern in die Mappen stecken. Wollte schon immer mal auf den Friedhof gehen und Grabsteinfrottagen versuchen, allerdings nicht auf dem hiesigen. Tief im Wald, im friedlichen, mit Baumrindenmotiv, das wäre was!

Wieso steht hier: Die Jugend ist ein fremdes Land? – (Ach so, ein im Vorbeigehen notierter Buchtitel!)