Manchmal kommt das Licht aus Säcken und Tüten:  http://hausfrauhanna.blogspot.de/

Kaltklarer Sonnenhimmel heute. Auf Nachbars Wellblechgedächel Reste von Weiß. Bisschen Eisgekrümel.

Leute haben eine Neunjährige aus einem Kinderheim in Patagonien geholt. Über ihr neues Leben mit diesem Mädchen geht es in „Quitten mit Salz“ von Claudia Storz. Warum lese ich das? Vermutlich auf Empfehlung hin, vermutlich, weil ich ein Paar kannte, das zwei Kinder aus Südamerika adoptierte. Irgendwas klinkt sich bei mir aus und dort ein. Vermutlich.-

Froh bin ich über meine neuen Freiheiten: nicht mehr mitmachen müssen bei dem Vorweihnachtsgelebe in der Schule. Diese Extrakonferenzen, wie man sich beim örtlichen Nikolausbasar zu beteiligen habe. Das hocheifrige Fräuleingetue der Basteleienranglisten. Glitzerzeugs auf Sternengedöns, wattiges Auspolstern der Lampionkästchen, Transparentpapiergeraschel, Topflappenzierrändchenhäkelei.

Stattdessen darf ich über Macronehen im Bekanntenkreis erzählen, über warme Inseln der Menschlichkeit, über Separees in Schummerlichtclubs, lesen über Flusensiebsachen:

https://lakritze.wordpress.com/

Das reicht für einen lichtvollen Novembertag. Am Haus türmen sich eh noch die bunten Wildweinblätter und warten auf den Besen. Ein Laubblasmann kommt nicht in Frage!