Herzkapriolen oder Herbstzeit. Die – zeitlosen blühen schlank zartlila sicher wieder auf der Waldwiese im Mühlental. Von Träumen bleibt grad nichts übrig, was gut oder mistig sein kann, jedenfalls reiten keine Obdachlosen durchs Bild. Gegenüber gibt es eine Diamantene Hochzeit zu beglückwünschen. Diese Schreihälse sind leicht leiser geworden, haben immer noch für ihre Hühner Tag und Nacht ein Speziallicht an.

In Romanen von Menschen lesen, die nicht marktgerecht schreiben, auch keine kristallhübschen Jungmädels sind – diese könnte man glatt hochjubeln mit ihren Changierromanen um Mutter oder Vater.

Der Enkel redet fachkundig über seine Kindergartenfreunde, dass die teilweise eine andere Sprache sprechen oder mit was werfen oder hauen. Ich kann endlich unbehelligt von Anspruchseltern mich über Sofas wälzen oder Waldhirschpilzpläne schmieden. Nirgendwo Rentennichtstupanik. Ausgefüllte Tage, und wenn nur ein paar Lyrikbände sortiert werden.

Es ist die Zeit fürs Schreiben langer Briefe oder kurzer pralleng beschriebener Postkarten.

Gestern sagte mir eine Pensionswirtin ab, sie habe ach andauernd Bauarbeiter oder Professoren der nahen Uni im Haus, so wird sie eben nicht von uns Heimatdamen beehrt, wir gehen ins kleine Hotelchen mit hoffentlich neuem Flurteppichboden. Die Schönheit des Lebens verlangt ja nur das. Die beiden öffentlichen Bücherschränke unserer Heimat bekommen auch volle Taschen mitgebracht.

Vorher wird die Schwester sich noch nach Riga begeben. Ich bin ja so gespannt, besonders auf ihre Umlandfahrten, ans Meer und so.