„Es öffnet sich ein Himmel, wenn Menschen freundlich miteinander sind.“

Dieses Sätzchen springt mir entgegen, als ich über einen Herbstnachmittag von Robert Walser lese, Schauen und Horchen, einziger Genuß.

Gäbe es Rezeptbücher für den Umgang der Menschen in verschiedenen Jahreszeiten, wäre der Walsersatz für die beginnenden grauen Sturmregentage besonders angebracht. Zunehmende Gereiztheit, Unhöflichkeit, Ichichichheit hat meine Tochter, die ein paar Tage aus den Staaten bei uns weilte, allein beim Einkaufen festgestellt. Stimmt, in Amerika wird sich dauernd entschuldigt, wird man sehr höflich, freundlich, wenn das auch nur oberflächlich zu sein scheint, behandelt. Nur, weil er vor mir in einer Warteschlange stand, hat sich mal einer umgedreht und Excuse me und You are welcome – gesagt, damals am Großen Salzsee.

Nun bin ich traurig, weil die Tochter wieder weg ist. Und lese Robert Walser – Geschichten, die trösten.

Und schaue ins Blog von Emil, der so anheimelnd von seinem Großvater erzählt – und schaue ins Blog von Gerda, weil da so grell und heiß die Sonne scheint, in alle Richtungen, besonders in geschichtliche und in uralte algenverfärbte Menschengebäude.