Die mauert, die ist spröde, gar frigid, ach Gott, Brischied! Umärmelungen und andere Zierformen des Nähertretens verbitte ich mir. Manche geraten in Mitleidsräusche oder es blitzen virtuelle Gernhabmomente in meine Richtung – dafür umärmele ich dich mal vorsichtig – NEIN! Wo bloß würdest du einen Grund dafür finden. Doch nur in eigenen Begeisterungstränen eines eingebildeten Sichwiedererkennens. Man will freundlich, gar lieb sein. Körperliche Anstupser von mir fernen Körpern verbitte ich mir.

Wie soll man das Schreiben feiern, wenn keiner mehr liest?

Prätentiös hänge ich an der Couch und gucke dem Klagenfurter „Germanistenporno“ zu. Hochgejazzt am Wörthersee, da sitzen sie schwitzend, mit rotem Aufregehals, ernsten Gesichts die Zuhörer, manche gähnen oder fummeln am Gewand, meine Blicke suchen Claudia: ach, die ist dieses Jahr nicht da. Ihr kommt das Heulen: http://www.claudiakilian.de/

Da ist zu wenig Stringenz im Text, warum ich den Text eingeladen habe, sagt eine Literaturprofessorin. Wie geht das, den Text einladen, wenn da doch ein aufgeregter Mensch sitzt?

Nunmehr verstehe ich Leute viel weniger, Leute, die sich vornehmen, dort einmal im Leben vorzutragen, sich dem Kritikertandaradei auszusetzen und nach dem Prozedere wie ein geprügelter Hund davon zu trotten!

Finde eine diesen Text umärmelnde Rahmenhandlung.

Klopfe an die Schlosstür bei Dornröschens, soweit du bis dorthin vordringen kannst, verlange aber keinen Einlass!