Frau Luisa bringt es wieder einmal auf den Punkt:

„Ich unterhielt mich mit einer frau über zurückweisung und verlust von menschen, die sie liebte, um die sie sich bemüht hatte. Ich finde man muss das sportlich nehmen, es hat ja keinen sinn sich zu beklagen, das macht alles nur schlimmer. Liebe, Zuneigung kann man nicht einfordern und schon gar nicht erdienen, erkaufen. Wenns nicht ist, ist es eben nicht. Man kann sich aber selbst lieben und mit sich gut drauf sein – das ist doch das einzige was zählt weil man dann nie einsam ist und andere menschen auch lieben kann. Wir werden allein geboren und sinken allein ins grab und bevor das passiert wärs doch interessant zu erfahren wer man eigentlich wirklich ist. Und mal ehrlich – suchst du die gesellschaft von menschen, die immer jammern und sich beklagen? Nicht mal therapeutInnen können da ehrlich ja sagen (wer will es ihnen verübeln). Es gibt nur ein gutes mittel: werde erwachsen, lern dich selbst kennen und lieben.“

Aus ihrem Blog unter dem heutigen Tag.

Geträumt habe ich von einem langen, dunkelblauen LKW, den ich vor dem Münchner Rathaus parkte. Wie war ich so stolz, den dort hingebracht zu haben, ohne Hilfe, ohne Navigationsgerät. Im Haus hatte ich zu tun. Am Ende war der Laster verschwunden. Nun wollte ich das der Polizei melden, fand aber nur betriebsame Gewerkschaftsbüros. Rolltreppen brachten mich in verschnörkelte Fitnessstudios mit finsteren Ecken. Gar nicht kuschelig. Kurz vorm Aufwachen wieder ein Schulalbtraum mit brüllenden Erstklässlern, die nicht „in den Griff“ zu kriegen waren.

Der Traum war sicher die Strafe dafür, dass ich gestern Abend eine dummbrotvoraussagbare Schmonzette geschaut habe, nur weil die in Prag spielte.

Was soll`s – dieses Denken gehört nicht ins Erwachsensein. Deshalb lach` ich mir eins und wandle im Garten, nachdem ich vorhin schon Storms „Immensee“ unterm wiederbelaubten Nussbaum las.