Da schaue ich gleich nach in meinem Handschriftenbuch, wie die winzige Schrift der Freifrau von Droste aussieht, im Buch von Zsuzsa Bánk las ich davon, denn die eine Protagonistin promoviert über die Bodensee-Münster-Dichterin. Über die ich noch nie vorher so viel erfuhr.

Tatsächlich, kleine zisselige beinah unlesbare Worte, eng beschriebenes Papier, eine schriftblutsverwandte, denn so hielt es mein schreibender Urgroßvater und so halte ich es. Als ginge enorme Papierknappheit um, wenn die Zeilen gefüllt sind, schreibt man noch unten mindestens zwei hin, eventuell noch außen herum…

In Marbach arbeitet die angehende Frau Doktor lit. sehr viel- und dieses große Buch der Dichterhandschriften stammt von daher, entstand nach Recherchen dessen, der an der Quelle sitzt:

„Dichterhandschriften“ . Herausgegeben von Jochen Meyer.

Diesem Herrn übergab ich vor einigen Jahren meine Ladung alter Briefe von Karl Krolow, die nun in den trocken duftenden Gefilden lagern mit Nennung meines Mädchennamens.

Außerdem denke ich an die kleine Nachricht gestern, dass eine junge Frau ihr Kind alleine im Auto gebar, warum auch immer, und anschließend verblutete, irgendwo in Leipzig.

Das passt nicht zusammen.

Das ganze Leben nicht.