Bauernhofpension. Die Fünfjährige schaut mit mir aus dem Fenster und sagt: So ein Hund kann einem so richtig einen Traum zerbellen.

Im Stall das neugeborene Kälbchen bekam ein paar Minuten nach seiner Welterblickung eine Marke ins Ohr geschossen.

Nach dreistündiger Autobahnfahrt fast keine Platzinsekten vorne. Siehe dazu: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/ndr/bienen-214.html

Was noch war: das Essen bei einsamer Tschecheiwirtin mit Becherovska am Ende, nur weil der Delikatgasthof gegenüber Ruhetag hatte. Wir haben die Frau gern kennengelernt, wir waren die einzigen Gäste, das Essen dauerte, war echt Tschechenommawürdigspeise. Die Leidenserzählungen dazu blieben leise.

Die Neunzigjährige, die mit ihren siebzigjährigen „Kindern“ im Gastraum unserer Immerwiederpension saß. Die Kinder wollten noch nicht heim. Sie musste ein wenig autoritär werden.

Die Gespräche über Hartherzärzte, die kurzerhand jemandem eine plötzlich blutende Wunde am Kopf ohne Betäubung zunähen, die Träume, unzerbellt, von Milanen, Zecken, Ginstern und Susannen.

Keine Gedichte lesen, dafür einen köstlich inniglichen Roman von Zsuzsa Bank über das Schreiben. Die kleine Erzählung über eine Dohle von Hermann Hesse.

Als es den Freitag durchregnete, sprach der Bauer, da käme Geld vom Himmel. Sogar der Hauslöschteich war fast ausgetrocknet.

Heute früh dieser feine Artikel über das Selberdenken, der mir eventuell meine Lieblingszeitung verleidet:

https://trittenheim.wordpress.com/2017/05/22/hurtig-ueber-gleise-betreutes-denken-im-inter-city-epress/

Fürs Erste…