Fragen über Fragen. Fließtext, am Tag der Schreibfreiheit einfach an den Start gehen, alle Bedenken übern Haufen werfen, losrennen wie durch einen lockeren Altblattwald, notieren, was in der Gedankenwelt flirrt und gemächlich läuft, verstört oder verzaubert. Zeitungsüberschriften sind früh schon in die Seelenscheune geraten, ein Unfallfoto tobt. Geben Sie bloß bald Ihren Führerschein ab und fahren Sie im Engstehbus. Aber nein, meine jüngere Schwester ist mein Taxi in die Nahgebiete, ins grüne stille Tal. Dort darf ich Steinchen vor mir her treten oder stundenlang frühstücken, dabei die albernen Holländer beobachten oder die Ruhrgebietssonorstimmen belauschen. Vor den Fenstern die Bratpfannenbeflanzungen oder ein, zwei Raucher mit Dompfaff auf dem Wanderhut.

Der Enkel wollte meinen schönen bunten Radiergummi aus Boston toasten. Man muss blitzschnell sein! Immer schauen, auch in unserer alten Scheune gäbe es Leitern in dunkelste Eulenecken.

Im Kostüm der Innenarchitektin kennt er mich, der Enkel, wundert sich, warum plötzlich in dem ganzen Schwarz grelle Fliederfarben blinken oder dieses satte Frühlingsgrün. Himmelblaues Wolkenhemd, pazifiktiefe Sinne, knorzelige Busenansätze, ach, die doch lieber dezent zart mit Drachenstöffchen verbergen.

Die Bücher bereitlegen für die Reisetasche. Wieder herrlich was über fremde Nahfrauen erfahren, dort im grünen Tal. Über die beispielsweise, die später schlafen wollen und sich vorerst E-Mails „von großer Tiefe“ schreiben. (Zsuzsa Bánk: Schlafen werden wir später)

Unser Hofbaum sieht schlimm aus. Das hatten wir noch nie, dass gerade ausgetretene Blatt- und Blütentriebe schwarz erfroren runterhängen. Der alte Walnussbaum, ob es wohl einen Nachtrieb gibt? – Sonst müssen wir im Herbst zerbröselte Toastsachen über den Apfelkuchen streuen. Das wäre noch nicht mal das Schlimmste.-