„Meine Freunde sind komisch mit Büchern. Sie lesen alle Bestseller, und das so schnell wie möglich, ich glaube, sie überspringen viel. Und sie lesen nie etwas zwei Mal, weshalb sie sich ein Jahr später an kein einziges Wort mehr erinnern können. Aber sie sind tief schockiert, wenn ich ein Buch in den Papierkorb werfe oder es fortgebe. Wie sie mich dabei ansehen: Man kauft ein Buch, man liest es, man stellt es ins Regal, man öffnet es nie wieder im ganzen Leben, ABER MAN WIRFT ES NICHT WEG! NICHT, WENN ES EIN GEBUNDENES BUCH IST! Warum nicht? Ich für meine Person kann mir nichts weniger Heiliges vorstellen als ein schlecht oder auch ein mittelmäßiges Buch.“

(Helene Hanff, 84, Charing Cross Road, 1970)

Das ist eine Aufschrift des Aufbau-Literaturkalenders 2017.

Meine Freundin brachte mir ihren leicht zerlesenen Band eines Bestsellers mit, weißt schon, von diesen kleinen Neapelfreundinnen. Ferrante und so.

Mal sehen, ob ich es zumindest querlese. Man hat ja Zeit bei diesem Krassfrierwetter.