Impuls: sehr, sehr viele Tannennadeln malen und eine fette rote Kitschkerze mitten rein. Weihnachten ist rum, Sturm kommt auf, der Enkel weint viel, beispielsweise beim Anblick einer abgekämpften kraftlos gestorbenen Hummel.

Ein feines Buch kam mit der Post. Darin Fotos aus dem Leben der Virginia Woolf. Auf einem sitzt sie angespannt und merkwürdig verdreht in einem Spitzenkrägelchenkleid neben einem riesigen Tonkrug im Garten von Monk´s House.

In meinem Internetsozialclub lobte ich das Foto eines Menhirs, sofort wollte der Fotograf stundenlang mit mir über das Foto reden. Für mich hat er sich null interessiert. Merkwürdig, was man versehentlich so auslösen kann!

Das Internet ist eh komisch, mal lernt man durchs Blog jemanden kennen, weil sie oder er so schön kommentiert, die Bekanntschaft intensiviert sich schnell, Kommentare über Kommentare, täglich, wie eine Art Kraftwehe weht es uns zusammen. Allmählich flaut es wieder ab. Dafür flammt es an anderer Stelle mit anderen Menschen neu auf. So komisch!

Früher wartete man mitunter wochenlang auf der Brieffreundschaft Antwort, die manchmal nicht mehr kam, heute geht alles viel schneller, doch diese Intensitätswehen bleiben, strömen, strudeln, flachen ab, vergehen, ohne Abschied oft und ach, guten Tach…