Die liebe Mühlenfrau machte mich auf diesen schönen Text aufmerksam:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/viele-gruesse-an-mein-80-jaehriges-ich

 

Der Enkel atmet Worte, saugt Sprache auf wie ein Sprechschwamm. Momentan sind es diese: allerdings und eventuell.

Warum grad diese? Ich erinnere mich, dass ich als Kind zu gerne den Gesprächen der Erwachsenen lauschte. Wenn die das merkten, sperrten sie mich weg wie eine Spionageattacke, titulierten mich als „neugierige Ziege“ – hää, wieso Ziege?

Nun ja, so langsam ändert sich was und Kindern ist Neugier erlaubt. Vielleicht, weil ein Juulmann es empfiehlt? Oder weil die Eltern gar nicht merken, was alles aufgesaugt wird mitsamt den Gespenstern aus der Waschmaschine oder dem Abfluss der Badewannen.

Im meiner aktuellen Lektüre werden Bäume gequält, damit sie besonders wirtschaftlich zu verwerten sind:

Das feinste Material für den Kunsttischler kommt von verletzten Bäumen. Deshalb geht einer in den Wald und setzt immer enger werdende Metallspangen um junge Birken. Der Mann fällt im Krieg, sein Neffe hört es im Wald knallen, wenn die Bäume die Spangen sprengen…Davon hatte ich noch nie gehört und befragte den gelernten Schreiner an meiner Seite. Der wusste von solchen „Behandlungen“. Begierig lese ich weiter in „Die Birken wissen`s noch“ von Lars Mytting.

Die Männer meines Lebens rochen allesamt nach Holz, hatten damit zu tun, streichelten es mitunter mit ihren warmen Holzliebhaberhänden – und dann mich. –