Meine Lebensüberschriften wabern in Nachtträumen herum. Meine gerade noch lebende Cousine schließt mir ihre Kulturhaustüre auf. Nicht gleich reinrennen, erst noch auf der großen Seite Wichtiges aufschreiben, draußen unterm Frühlingsmond, neben ihren moosig feuchten Kleinapfelbäumen. Beinahe wäre sie in ihrem Österreichsee ertrunken, beinahe wäre sie des Nachts verblutet. Das geht nicht, ich liebe sie doch so! Wir schickten uns Briefe mit Constanzefotos drin, schrieben uns von wogenden Getreidefeldern oder dickschwarzen Sachertorten. Bei ihr lernte ich, dass es ein anderes Leben gibt neben dem lieblos brutalen angsterzeugenden, wo man kein kluges Wort sagen durfte und das Lesen Faulheit war.

Einer sagte mal, ich sei so ein KundK-Weiberl im Geierwallykostüm. Nun ja, das waren Versuche…

Nachwort: Ein wenig angeregt zu diesem Beitrag hat mich der hier:  https://deremil.wordpress.com/2017/02/18/bange-vorfreude/