Februarmond

 

Ich seh den Mond des Februar sich lagern

Auf reinen Himmel, türkisblauen.

In wintergelben Gräsern, magern,

Gehn Schafe, ruhen, kauen.

 

Dem schönsten folgt der Widder, hingerissen

Die Wolle glänzt, gebadete Koralle.

Ich weiß das Wort, den Mond zu hissen,

Ich bin im Paradiese vor dem Falle.

 

(Wilhelm Lehmann. In: Flügel der Zeit. Deutsche Gedichte 1900-1950. Auswahl und Nachwort: Curt Hohoff. Fischer Frankfurt 1956)