Die taffe Anke Engelke moderiert die Eröffnung der Berliner Filmfestspiele, ihr Busen eingekerkert vom Glitzermesserchenkorb, einer auf jeder Seite. Wer von den bedeutenden Schauspielern und Leuten ist bekokst oder vom Eigenmorphin aufgeputscht? Ruhig gelassen reden nur wenige. Dergleichen ist Kontrastprogramm zum Ödwinter über grauschwarzen Feldern mit mehr und mehr Rollatornachbarinnen. Der unliebsame Giftverspritzer mit dem Spruch „Alter Wein und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber“ überm Weinkeller ist schon lange seinen Giftspritzdämpfen erlegen.

Die Träume lassen Fahrradklingeln rasseln und Mörder lauern den Taftunterrockmädchen an den Ecken trister Industrieviertelhäuser auf. Olivenöl auf Wohnwagenteppichen, Ohrenschmalz über Betten aus Zirbenholz, und die sich verströmende Buchhändlersfreundin, die unter ihrem dürren Freund liegt und mir mit der Fußspitze zeigt, wo die Streichhölzer liegen.

Von Frostgare redet ein fachkundiger Mensch, der kann sogar Eichhörnchen- von Igellosung unterscheiden.

Dünne Feinseiten von Gesangbüchern fallen mir ein, auch kleine Werke aus dem Manesseverlag ließen sich gut streichelbefühlen. Rochen nach Prag und russischen Seen.

Der Enkel läuft mit mir durch den Hof, stopft sammelfreudvoll alte Braunblätter des wilden Weins in Bäckertüten, Walnussschalen, Lärchenzapfen, kleine Hölzchen. Drinnen dann die zaubergeschälten Äpfel mit paar Rosinchen und Haferflocken drüber samt Milch von wilden Bauernmolkereien. Er schmatzt und summt zufrieden, fragt:

Und jetzt?