Allgäu? Oh, ich meinte Alltag. Ja.

Kohlen holen, Holz im Körbchen, Altglas in den alten Stall, wo die ollen Zinkwannen als Auffangbehälter dafür dienen. Anheizen, alte Weihnachtsbäume duften hervorragend, so richtig nach Wäldern im Allgäu!

Im Glanzschein der Venus ein Nadelholzfeuerchen am Abend – könnte angedacht werden.

Alle Füllwörter weglassen, ebenso.

Wir Großmütter laufen bei Enkelkontakten stets Gefahr, uns mit Kinderkrankheiten anzustecken, jede Erkältung könnte einen abmurksen.

Die Freundin aus der alten, schwer zu heizenden Mühlenstube klingt stimmlich wie aus einer tiefen, nicht grad mit Wolllustsamt ausgeschlagenen Höhle.

Wenn sie doch wieder käme, die Proseccodingerchen nebst Flöten warten im Kühlfach.

Derweil stelle ich mich in die aufkommenden Sonnenscheinchen und überlege mir neue, passende Blognamen: Sarah Unknecht, Plättesche, Mädlesspitzle,

Literaturnarbe, Romanheißaromatanke, Beruhigungsepikerin, Sehnsuchtsgestörte, Herzklamöttchen, Innerscharlach, Poetenschwäche, ach, so, so dermaßen unmögliche Millionen Möglichkeiten. Blogs, die so heißen, kenne ich nicht, müsste mal internetartig nachblättern.

Der letzte Zweitausendeins-Laden in Frankfurt schließt demnächst, womit ein Stück meiner Buchbesorgungsanstalten wegfällt. Die Bücher huschen weiterhin irgendwo herum, ganz oben in meinem Mixregal steht beispielsweise eines, bei dem ein Vornedrinspruch lautet:

In einem gewöhnlichen Leben schafft, wer begierig liest, etwa 4000 Bücher; das entspricht, grob überschlagen, ebensovielen Megabytes. Also: Es empfiehlt sich, klug auszuwählen. (Albrecht Kunkel)

Ja, juchhu, ich tu`s!