Menschenskinder, muss heute früh einen Dusselkopp gehabt haben, las ich doch die Überschrift, die oben steht – dabei musste es heißen: Bitumen – und Dachpappenfabrik. Ach ja, oh nää.

Nachfolgend wieder über die tollen Typen des Elias Canetti gelesen in seiner köstlichen Schilderung der fünfzig Charaktere (Elias Canetti „Der Ohrenzeuge“). Sätze über meine Schräglage gäbe es da auch? Mal schauen. Vielleicht der eine über die „Bitterwicklerin“, die stehend in einer Sackgasse schläft, die vorsichtig ist und ihren Namen nicht nennt. Doch dem widersprechen wieder so Sätze wie: Sie hat nie einen Brief entgegengenommen…Ach, ich lass es und mach weiter, beispielsweise damit, dass neu erworbene Sachen erstmal ein paar Tage oder Wochen unbenutzt, gar in der Originalverpackung herumliegen oder -stehen. Vierzehn Tage für ein Schuhkästchen sind das mindeste.

Gestern Abend einen Eierlikör spendiert bekommen beim Abschiedsbesuch eines geliebten Dorfwirtshauses, die Wirtsleute planen ihren geruhsamen Ruhestand an neuen Orten. Das zarte, flachgewandete Likörgläschen hätte ich gern ausgeschleckt, blieb aber anständigschicklich unter den zahlreichen Abschiedsgästen.

Ich will an keine neuen Orte. Olle Schnecke mit Wohnwohngewohnheit. Obwohl es komfortablere Behausungen gäbe. Wofür mir die Millionen fehlen, wo ich voraussichtlich nicht froh würde.

Durch den Rauch des Nachbarhausschornsteins schimmert der Knallsonnenblauhimmel sein Azuro – später muss man da mal raus, vielleicht sprinten mit der Grubentaschenlampe am Kopf, es wäre schon wieder Nacht, also lieber gegen Mittag, wenn der Wintertag seinen Hitzehöhepunkt erreicht hat. Im Garten wären da noch ein paar Sturmästchen einzusammeln.

Der Rhein wird spärlich.