Bestell dir da bloß nichts, meinte die Tochter mal, da gibt`s doch nur Arztgattinnenzeugs, nette Twin-Sets, Faltenröcke, Königspudelschuhwerk. Nie werde ich fein, stets robust bleiben, sportliche Schnürschuhe und Waldpumphosen ohne Goldgürtelchen tragen. Dass ich auf der Arbeit in Nachtgewändern oder gar gar nicht erscheine, steht auch nicht mehr zu befürchten.

Eher diese munteren, bissigen oder turteligen Einfälle von irgendwann mal. Das Getuschel damals in Köln „ach, datt sin ja Frühjeburten“ oder „die da hat sich unterbinden jeloss“ – jene rothaarige Nachbarsküchenkittelfrau mit der Zigarette, verstohlen weiter unten gehalten, die mit ihren basedow`schen Glubschaugen unsere Mutter in die Ecke trieb.

Außerdem entsteht Heu im Hirn und man weint manchmal. Sitzt am Küchentisch, die Hände vors Gesicht geschlagen und findet in keiner Ecke Mut, nur eine olle Almdudlerflasche, Kachelofenfeuerholz mit vertrockneten Weihnachtsbaumzweigen, doch schau, da lugt aus dem Zeug der Aquarellfarbkasten und das Haus-Baum-Sonne-Bild mit den verschwommenen Mäandertalthemen.

Diese bunte Hoffnung!