Bücher auf die Stufen der alten Treppe zu legen, liebe ich – wie zur Weiterreise warten sie da; entweder geht`s nach oben, meistens, oder runter in die Tagesstuben. Die per Post kommen, werden schnell entumschlagt und zu schönen Stapeln geformt, Lyrik auf einer Stufe mit Kackbüchern über den Darm oder mit kantigen Sprüchen über Treibholz als Hoffnungsträger und Weg zum ewigen Frieden. Eine Badewanne mit Einstiegsloch wünsche ich mir, natürlich mit Buchhalterung von badedas oder so, giftgrün und richtig knorrig.

Was mache ich mit der Info, dass ich mich ausbilden lassen könnte zur Aufräumassistentin, hier:

http://www.messie-akademie.de

In meinem von Büchern überbordenden Schreibraum träume ich assistierend vor mich hin, kein bisschen aufräumend. Wohlwissend, dass es traurige Vermüller gibt, die alles überall hinschmeißen und sich dann Pfade trampeln dadurch. Ab und zu muss ich mal über einen Stapel klettern, aber irgendwann ist der weg, einsortiert. Selten aufwallende Wegwerflaunen tun ihr Übriges.

Heute war Besuch da, der in unserer alten riesigen Scheune Dinge aus diversen Auslandslebensphasen einlagerte, nun endlich damit klar Schiff machen will. Was da zum Vorschein kam! Die Frau weinte gar ein wenig, aus Kisten guckten Puppenhaare. Sie stand da und sprach: Unser ganzes Leben – mit drei Ausrufezeichen, wobei der Ausruf leise blieb.

Es gibt so Sonntage!