Eine Wortbuchsammlerin bin ich, neueste Errungenschaft ist das „Lexikon der schönen Wörter“ von Walter Krämer und Roland Kaehlbrandt. Hier gefällt mir besonders die Beispielsätzigkeit. Zu jedem fein ausgesuchten Wort gibt es einen Beispielsatz aus der Literatur. Wie zum Wort „neiden“:

Wie könntest du fürwahr mir neiden

das Glück, daß mich zum Weib erwählt

der Mann, den du so gern verschmäht?  (Lohengrin, Richard Wagner)

oder

„nesteln“ – Und unter großen Seufzern, unruhig und zerstreut, nestelte sie an Karls Hemd. (Amerika, Franz Kafka)

oder

„unstet“ – Aber wie über sich selbst erschrocken, flogen ihre Blicke unstet und hülfesuchend umher. (Waldwinkel, Theodor Storm)