Ach, was habe ich mich schon gegrämt, weil ich keine Feinsprechintellektuelle bin, mitunter gar Fremdworte gänzlich unsortiert willkürlich einstreue. Im Beruf riet man mir, in Gesprächen mit unzufriedenen Eltern doch einfach hier und da solche in meine Erkläransagen zu flechten, dann würden „einfache“ Menschen schon die Klappe halten. Habe ich wenige Male probiert, es klappte wie angesagt, nur kam ich mir wie die größte Scheinschinderin am Freitag den 13. vor.

Was ich gut konnte war in meinen drei Jahren an einer Hauptschule, diese überaus deftige Sprache der Jugendlichen dort mit „Halt`s Maul jetzt endlich!“ oder so widerzuspiegeln, in seltenen Fällen von Außersichsein, versteht sich. Die elegante Fachsprache der Herren Mathematiker, Physiker und Konsorten Studienräte am Jungsgymnasium konnte ich nicht, dafür aber romantischen Kunstjargon. Damals, in meinen zehn Jahren des Unterrichtens dort gab es eine Konferenz, in der ich die einzige weibliche Lehrperson war (was doch tatsächlich beklatscht wurde), und wo es häufig um Sortierungen ging. Ein besonderes Augenmerk wurde auf „Schlüsselkinder“ gelegt. Abfällig hieß es, wenn ein Schüler Probleme hatte: Ach, Mutter berufstätig – und dann hatten die schon mal ihren Stempel weg, waren vom Sortiertwerden zurück an die Hauptschule bedroht.

Zurück ins tagesaktuelle, was zahlreiche fette, abgebrochene Äste des alten Nussbaums angeht. Außerdem schien die Feuerwehrsirene einen Wackelkontakt zu haben. Ging ein paar Mal hintereinander, scheinbar ohne Grund, denn keine Tatütataautos (Fremdwortarmut!!)  fuhren los.

Mal sehen, was der Tag noch zu bieten hat.

P.S.: Ach so, wegen der Überschrift – die fiel mir ein beim Rumtragen zahlreicher Kleiderbügel zu einem Arbeitsplatz. So unhandlich, wie die sind, es sei denn, man hat einen dürren Starkarm, wo man die alle aufgereiht dranhängen kann.