Die Holzbuden auf den Vorweihnachtsmärkten sind mir sowas von egal, es sein denn, sie enthalten schöne Tonkünstlerinnen, brave Sockenstrickerinnen, fleißige Herzkammernimker, derbliebe Holzsachenschnitzer in Flanellhemd und Dickholzfällerjacke.

Ich lese mir das Leben schön. Unter grauem Himmel, wobei ein Wettermensch meinte, es käme wieder ein Weihnachtsfrühling wie letztes Jahr schon. Die Vögel maunzen leise vor sich hin, sind sich wenig sicher, was zu tun ist. Protzrabenvögel ziehen krächzend über alles drüber, holen sich Restwalnüsse, die ganz schwarzen.

Artikel über neue Fischtreppen sind selten geworden. Die über besagten Budenzauber häufig. Auch selten gehen ganze Familien zur Klärung ihrer vorweihnachtlichen Verhältnisse zum Familientherapeuten. Aber wenn, dann heulen sie am Ende alle.

Wundersame Kleinigkeiten liegen neben meiner Tastatur. Ein in allen Schattierungen von Braun schimmernder Stein war mal eine Muschel am Niederländischen Meere, jetzt ist es ein von mir glatt gefingerter, geschmeidiger Ankerstein. Ankern im Sinne von Gedanken an jemand.

Nun ist ein besinnlicher Eintütbrief zu schreiben, vielleicht male ich mit dem dicken Regenbogenstift aus Boston noch ein paar tannige Harztröpflein drauf!