Als verkommene Prollfrau schon des Nachmittags vor der Glotze Shopping Queen gucken oder mit seidig übereinandergeschlagenen Beinen elegant im Kaffeehaus dämmern, halb im Zuckerkoma, was besser sei, fragte ich meinen persönlichen Herzenstrainer. Der rastahaarige junge Adidaskerl antwortet mir entsprechend und massiert mir die linke Rückenhälfte. Ob man in Restaurants Eulenkeulen servieren könne, sinniert einer und fragt sich, warum eigentlich nicht?

Warum Männer ihre Frauen hauen, darum ging es letzthin. Ich habe das auch nie begriffen. Es sei denn, aus Ohnmacht heraus, weil sie eingeforderte Liebe nicht kriegen. Meine alten Familien verzweigten sich, die eine barg schlagende Frauen mit oberlieben Männern, die andere gewalttätige Männer mit Opferlämmchenfrauen. Zu spät, sprach`s Äffle.

Auf welche Weihnachtsmärkte Sie noch einmal müssen, bevor Sie sterben, diesen Buchtitel sollte ich ins Programm nehmen, ich Kunsthandwerkshorterin, ich. Alle eilen in die Städte oder lassen das Postwesen per Internetbestellungen rauschen. Unsere Postfrau rumpelt suchend in ihrem zu kleinen Auto herum, dass es einen graust und rennt mit Paketstapeln um die verschlossenen Häuser, kommt immer später jetzt, fast am Nachmittag, wo manche schon beim Christstollenkaffee sitzen.

Was bin ich froh, nie die Chanelkarrierechancenkostümchen, die meine Mutter forderte, angezogen zu haben. Lieber gesundes Breittretschuhwerk mit Hauptschullehrerscordhosen und Schwarzpfarrertuniken drüber.