Ich habe mich mehr denn je entschlossen, die literarische Laufbahn nicht aufzugeben, trotz der Widerwärtigkeiten, denen ich dabei manchmal begegne; trotz der Tage, an denen ich vor Trägheit und Müdigkeit nicht arbeiten kann, und trotz des mehr als bescheidenen Lebens, das ich hier führe, fühle ich doch, daß mein Leben nun ausgefüllt ist. Ich habe ein Ziel, eine Aufgabe, ja, sprechen wir es aus, eine Leidenschaft. Dem Schriftstellerberuf liegt eine glühende, fast unzerstörbare Leidenschaft zugrunde. Wenn sie sich eines armen Kopfes bemächtigt hat, kommt er davon nicht mehr los.

 

(George Sand: Freiheit vor allem. Einsichten und Widersprüche. Auswahl von Herbert M. Debes. Büchergilde Gutenberg Frankfurt, Wien und Zürich 2004)