Plötzlich sind Teebeutel, die was auf sich halten, pyramidenförmig.

Auf dem urgemütlichen Fernsehkanal sah ich einen im Krebskrankenchemosaal, der einer Mitkranken Haschkekse anbot. Außerdem beim Rumgucken den greisen, dennoch flotten und immer noch selbstverliebten Wolf Biermann aufstrahlen, als er von seinem Geburtstagskonzert sprach, das er an seinem 80. bei den DDR-Jazzern und mit denen halten will.

Zwischendrin zwei, drei Gedichte mit traurigstem Novembertimbre ausgesucht für die nächste Heulstunde oder den Melancholieanfall par excellence, der eventuell doch nicht kommt.

Der Enkel will wissen, was das für ein Ding sei am Waschbeckenrand. Ach ja, mein großer Kamm mit nur noch vier Zacken, und das da? Das ist die Creme für gegen raue Hautstellen am Ellenbogen außen und an den Kaufingerchen. Kaum guckt er hin, wenn ich im Garten pinkle, fragt nur, ob das Wasser sei für die Wiese. Den verwundert aber auch gar nichts. Mit qualvoll verzogenem Kleinmund berichtet er, dass sein Holzparkhausfahrstuhl kaputt sei, das Hochziehfädchen gerissen. Zu manchen Dingen sagt er „Bäh“ – das Geschmäckle entwickelt sich.

Ob für manche Menschen die Orte, wo sie grad sind, Heimat werden oder lediglich eine Haltestelle sind wie von Bus oder Straßenbahn, wird sich noch rausstellen. Ich fühle mich beim Reisen davon bedroht, dass ich so schnell Orte ins Herz schließe, für immer dort bleiben will. Und sei es nur ein feiner Englischer Garten in Porto, wo kleine Hähne auf die Tische springen dürfen. Oder dieser Soldatenfriedhof im gleißenden Sonnenlicht gegenüber von Karthago/Tunis mit Blick über die Meeresbucht.

Auch die Blogs der anderen wirken haschkeksähnlich, jedenfalls manche. Einige vermisse ich schmerzlich – jaja, Gabriela!