Im November schmeißt man erst recht keine Bücher weg, abgesehen von so ollen Frankenlandkochbüchern oder Salatschleudergebrauchsanweisungen. Das superdünnblättrige Gesangbuch aus Konfirmationszeiten kommt nicht weg, obwohl kein einziger Tom-Waits-Songtext drinsteht. Traute Schwesternworte im Sauerland, sogar mit Antwort auf meine Frage, wozu man auf der Welt sei.

Anfang November sind Sinnfragen durchaus an der Tagesordnung. Kostbar die Antworten. Schon viele haben sich dran versucht, beim Ordnen der Besteckschublade oder beim Namensticken in Zauberhemdchen. Ingwerzitronensirup in den Kaffee, doch kein Traum war das, jedoch das Fassreinigen beim Edelwinzer, so eng, so erstickend, war einer, zum Glück.

Ingeborg B. schreibt von den Herbstmanövern der Zeit, alle von fallenden Blättern, der Wunderförster beschreibt es genau für alle. Wenn solche Bücher (von Peter Wohlleben) auf den Bestsellerlisten stehen, kann es um die Naturliebe der Menschen nicht schlecht bestellt sein!

Der unvergleichliche Sternenhimmel vor der Hütte im Sauerland, was kann man darunter fabulieren. Auch der Schwester Angst machen wie in Kinderzeiten, dass gleich der Wolf kommt mit den Enormfasszähnen und den riesigen Glühaugen. Sie tat ein schnelles Schrittchen zur Seite, mehr unbewusst, und schnippste schnell die Asche von der Glühzigarette. Der Rehbock hustbellte nicht, der Stier atmete schwer und rieb sich am Baum, da bleibt nicht bei jeder das Höschen trocken. Auch ältere Damen leben noch weiter unten.

Zum Glück regnet es immer noch bunt am nächsten Tag.