Jemand lachte so, als ich meiner Schwester das Versprechen abnahm, dass sie als unsere Fahrerin keinen Unfall bauen dürfe, meine leicht zerlöcherte Unterhose würde dem entgegenstehen. Es ging alles gut, am Urlaubsort im grünen Tal kamen die besseren, dennoch unseidenen zum Einsatz.

Viel Ruhe, kein Netzgedöns, sprechen, frühstücken, lockere Tagesplänchen. Immer wieder Alterssachen. Unser schönstes Cafe werden wir nie wiedersehen. Es schließt wegen Schlaganfall. Andere Riesenfachwerkhäuser werden entkernt für Luxuswohnungen. Die Architekten plärren nicht. Unsere Lieblingsbuchhandlung schließt keineswegs, trotz der Bücherschränke allüberall.

Die Menschen machen weiter, obwohl lädiert so manche, beharren sie auf einem gepflegten Kaffeestündchen in ihrem zugigen Erkerhochdeckenzimmer. Die Cousine weint nicht, sie hat es sich inzwischen in einer Art Nichtswelt heimisch gemacht, schweigt und träumt und entfernt sich unter Vorbehalt. Mit durchaus wachen Augenblicken. In ihr früher so gastliches Haus bringt man sich nun selbst den Streuselkuchen mit.

Die Wälder leuchten bei Sonne entsprechend, Kühe brüllten nach ihren Kälbern. Der mittelalte Bauer liegt nicht mehr unter seinem geliebten Repariertraktor, den er wohl nie mehr besteigen wird. Ein Pfleger schiebt ihn im Rollstuhl an die frische Luft.

Um es abzukürzen: wohlbehalten mit unterschwelligen Sinnfragen zurück im Land der Windkrafträderweinbergslandschaft, die Schwester bei den Altrheinärmchen.