Da war dieser Kunstlehrer, der sich eine Abiturientin schnappte, sie per Schwängerung vom Studium abhielt, jedoch weiterhin roch. Wir mochten den mal, dann wieder nicht. Er wusste zu begeistern, hatte aber böse Phasen. Sein Name: Eichelsomlier oder Schmiermüller, so richtig weiß ich es nicht mehr. Von Carmen E. oder Sch. hörte man nichts mehr, den Kinderwagen schob sie in Grauenheim am Sand, oder so. Sicher hat mich die assoziative Serviettenschreibuntergrundssache des vorletzten „Wort des Tages“ auf diesen Mann gebracht. Man schreibt nichts, träumt aber alles ohne Grund. Ein älteres Hirn schmeißt herrlich und ohne zu zaudern trauliche und garstige Lebensereignisse durcheinander. Früher stiegen wildweiße Pferde vor mir in die Höhe, heute tragen junge Schwiegertöchter mummelige Säuglinge herum, oder man fährt fabrikneue Porsches in vertrocknende Flüsse.

Für die kommende Woche ist eine Reise geplant. Selbstverständlich bestelle ich mir den neuesten Ortheil und zwei andere Bücher in die Urlaubsbuchhandlung, dort im Ort, wo es Flughafensocken im Werksverkauf gibt. Ob wir uns einen Schlitten ausleihen werden, wird sich noch erweisen. Möglichst damit über die Weltmeisterschaftsbobbahn rasen, wo so Rabs aus dem Fernsehen mit ihren chinesischen Kochtöpfen das Eisrutschen veranstalten.

Bravsein beim Frühstücken, die Gästebücher nach Worten unserer toten Mutter absuchen. Wie hat sie doch gleich immer die Häschen gemalt oder die anderen Familienglückstierchen?

Unsere nun erwachsenen Kinder fertigten Ponybildchen an, sorgfältig, nachdem sie betreut reiten durften und striegeln. Pilze mit Zwergelchen davor und heugefüllte Traktoranhänger samt Marienkäferladungen gibt`s auch noch. Weil ich auf den feinen Vorschlag eines Familienforschungsherrn unsere spät entdeckte Halbschwester suchte in dieser waldreichen Gegend, fand ich unseren geliebten Urlaubsort zwischen lauter Irrsinnsfanatikforsthäusern und forschen Landgrafen, die Hirsche füttern noch und noch.

Des Kunstlehrers Carmen werde ich weiterhin suchen. Beim Suchen findet man so viel.