Leise möchte ich durch stille Gänge eines vieltürigen Literaturinstituts gehen, hier und da in einen Sonnenfensterraum schauen, wo Damen in Schlitzengröcken seitlich auf feinen Schreibtischen hocken und nachdenklich ihren Castellbleistift übers Notizblöckchen kratzen lassen, feine Kritzelspuren im Hinblick auf nächste Preisverleihungen.  Der Oberliteraturhecht turnt im Teppichbodengang an seinen Ferienrestyogaübungen herum, will sie noch schnell perfektionieren. Auf der stillen Urlaubsinsel sah er Damen in Schwimmanzügen Yoga auf Surfbrettchen knapp über Wasser zelebrieren in schon kühlen Dämmerstunden.

Stattdessen im Internet, das manch einer zu hassen vorgibt, Worte lesen von Ingeborg Bachmann oder namhaften Buchhandelsnothelferriegen, es stürmt sich auf herbstliche Großmessen oder Kleinpoetische Salons zu.

Das eine Buch von dieser wichtigen Preiswürdigkeitsliste ist schon in meinem Besitz, und es beginnt so:

„Ich möchte Ihnen von einem Verlust berichten. Es geht um meine Bibliothek. Es gibt diese Bibliothek nicht mehr. Ich habe sie verloren.“ (Thomas Melle. Die Welt im Rücken. Rowohlt Berlin 2016)