Es gibt den Hass im Netz, und es gibt, wie ich soeben aus einer Zeitung erfuhr, einen Holzleseschein, den man sich holen muss, will man bisschen Rumliegeholz im Walde sammeln, so als Anmachholz für Feuerchen innerhalb und außerhalb von Öfen. Außerdem gibt es Blockaden im Kopf und „Echokammern“, wo man sich mit Gleichgesinnten trifft und immer die gleichen Meinungen sich gegenseitig bestätigt.

Es gibt verwaiste Blogs, stillgelegt, doch nicht gelöscht, im Sommer oder über Weihnachten oder wegen Aufenthalten an schöneren Orten pausierende. Oder man schweigt einfach für kurze oder längere Zeit, für immer eventuell oder auch nur für die Zeit, in der man Brötchen holen geht oder durchgepupste Unterhosen stopft. Man denkt nach, stellt eine Leckortung an „wo endete das Vergnügen, wo begann der Kampf“, man ruft den Bloggerkampfmittelräumdienst an oder in der Nacht den Domian.

Welche Kleidung im Schrank man noch nie trug und für welche Person wollte man sich damit ausgeben, irgendwann mal?

Früher dieses Lehrerklamottenzeugs, mit denen man vollgetropft im Lehrerzimmer heulen konnte oder bei Amtspersonen Eindruck machen, nicht wie diese Gammler da immer. Für die Mutter gekauftes hängt noch immer gequetscht und ungetragen in engsten Muffelkleiderbügelengstationen. So Sachen nach dem Motto „Fromme Chorsängerin“, Geschäftskleidung zur Kundengewinnung, hatte für ein paar Jahre dieses Nachhilfestudio.

Was hat das mit Blogverwaisung zu tun?

Der Herbst kommt noch zu Zeiten…