Willst du Fragen hören, die verstören, weiterführen oder wie Lachgas wirken, dann hör mal zu:

Bekommst du auch dämliche Omaklamottenprospekte? Oder so Erfahrungsberichte von Leuten, die arg bescheiden sich geben und Grafentitel besitzen?

Heupferdchensammler, mitleidlose Allesfresser, einsame Schnitzöhis oder Winterheilpraktiker, die im Sommer eine Alm versorgen. Störche, denen ein Stück Plastiktüte am Bein hängt, zierlich treten sie danach.

Als bulimistische Teenagermadame kochte ich mir mit der doppelten Menge Milch Vanillepuddingsüppchen, denn es gab Einiges zu schlucken.

In der Frauen-WG wollte mich eine abstechen, da war nicht nur der reine Friede. Den Suff merkte man ihr nicht an, später wurde sie evangelisch. Ihr verwahrlostes Kind schrieb erfolglose Beklagromane, die andere hing sich an jedes Männerhosenbein und versuchte, sich mit entsetzlicher Kundalinispringerei die unreine Haut samt seelischer Gespaltenheit aus dem gepeinigten Leibe zu tanzen. Mit Seiten der „Emma“ packte sie ihre Umzugssektkelche ein.

Der junge Mann aus Frankfurt hatte sein Landpartyfahrrad hier vergessen, stieg übers verschlossene Tor und wurde beinahe vom französisch sprechenden Austauschlehrer gefesselt.

Jetzt haben wir hier mehr so generationenübergriffiges/nein- übergreifendes Wohnen, sind leicht sanftmütiger geworden, aber eben diese Omaklamottenprospekte…