Heute erstmal diese kleinen Nasalorgasmen, tüchtiges Einniesen in den Tag bei leichtem Landregen der unterschottischen Sorte, ganz ohne Niesreizniespulver. Allein das plötzliche Kühlwetter, anspornend für dergleichen Wetterlagennutznießer.

Mit Spezialseelenhaftungstee an den Buchregalen entlang schlendern, irgendein Buch rausziehen, wie gestern den Altmann, das wird die nächste Tätigkeit. Die Lyrikabteilung ist einigermaßen beisammen, während der Altmann zwischen einem Was-ist-Was-Band über die Steinzeitmenschen und einem alten Sukkulentenführer klemmte. Ordnung schaffen ist nicht mein Ding, auch nicht angestrebt, auch nicht für ein Leben nach mir. Buchsammlungen geordnet in den Container- das kommt mir nicht in die Tüte.

Neue Bücher werden sorgsam ausgewählt. Minimal aus Bestsellerlisten, eher Empfehlungen vom Rande des Betriebes, nach dem Lesen schnell wieder verkauft oder irgendwo eingeklemmt ins langjährig angesammelte Material.

Was wirklich wegmuss, sind die langweiligen Kochbücher, die mir früher wenigstens ein kleines Gefühl der sorgenden Hausfrau gaben, nur diese Messerspitze eben!

Also Puddingtortenwegschmeißrausch, oder wildschweinisches Jagdspeisengewühle in die Tonne hauen. Warum nicht.

Mir heilige Werke bleiben stehen, sonst gäbe es plötzlich nichts mehr zum Zufallszugreifen beim Suchen nach zitierwürdigen „Stellen“.

Der Enkel isst am liebsten rohe Karotten, ein paar Hausschnaken wollen erschlagen werden, ich betreibe gemütliche Damenkultur aus der Tasche, so vergeht ein verregneter Augustmorgen.