Schwere Flieger ziehen Spuren, die heimkehrenden Touristen scharren nicht mehr mit den Füßen, schütteln Schweißtropfen in Flughafenbähnchen, lächeln erlebnisprall zehrend noch und schnell weiter in die Shoppingmall, Tamagotschikinder hinter sich schleifend. Die haben Ohrenweh und quengeln nach dem Entlaßhund im Tierheim Nord.

So fiese Menschen betrachte ich in Tomi Ungerers „Babylon“, so ungefähr gebärden sich die Schemenleute in meinen Träumen, dabei wollte ich immer brav sein. Sei artig, mach bloß keinen Unfug- wobei mein Kindego in Ausbildung schon am Wörtchen „bloß“ zu knabbern hatte.

Warum die ganzen Marbacher Magazine, wenn pupsende Lausbubenbauarbeiter ihre Stinkekippen im Hof verstreuen und sächsische Kommandos rufen, sogar „Udo“ heißt einer aus dem weißen Auto mit Kennzeichen „Z“.

Demnächst kehrt Ruhe ein. Wir können wieder artig heiße Füße in Kräuterwasser baden und weiche Fluggeräte mit speziellen Wurfeigenschaften durch den Hof schleudern, gucken, ob die zugelaufenen Katzen denen nachspringen, endlose Kaffee-Tee-Plauderstündchen halten, den herzigen Enkelbesuchskindern zuschauen, das Sommerlandleben zelebrieren.

Einander feine weise Fontaneworte vorlesen. Derbe Kreischweiberwitze erzählen. An Sprache und Seele feilen im Julimond.