Ein kurzzeitig, aber heftig vermisstes schwarzfeines Unterhemd ist wieder aufgetaucht, nun hängt es am Altapfelbaum zum Trocknen, nicht allein, mit Socken, Decken und so. Schön flattert es und weich neben dem lilanen.

Erleichtert höre ich mal auf mit dem Bücher entsorgen, las ich doch hier von über Achtzigjährigen, die leise damit beginnen: www.https://dauerferien.wordpress.com

Die Baustelle des Sohnes geht in die Fertigstellphase, der neu entdeckte Brunnen wird ordentlich abgedeckt und reaktiviert, daneben trinkt man ein Kaffeechen, beobachtet Freikörperjungmänner oder voll bekleidete Fliesenzwischenraumglätterinnen.

Der Mann düste ab zum Festival nach Montreux, um Van Morrison und Patti Smith zu sehen, einen alten Freund, der mal hier wohnte, nahm er mit, ach, was für eine wunderbare Begrüßung und Schnellüberblickslebenserzählung! Unterwegs werden die beiden natürlich noch viel Zeit haben im Erzählkästchen, welches so ein Auto doch oft darstellt. Mir wurden jedenfalls schon so einige Geständnisse in redseligen, höhligen Autoinnenräumen gemacht. Schön verleitend…

Auch ein Blog verleitet, denn man sitzt allein und kommt ins Schreibereden. Ach, Geheimblog (ich habe (noch) keines) oder Löschtaste oder einfach Aufschreiben, dann entsorgen oder an die Wände hängen – wo sah ich das denn letzthin, überall Zettel. Ich glaub, das war in einem Krimi – die Ermittler machen das ja immer.

Ermitteln. Ja. Immer, auch den letzten Pickel unterm Seidenjäckchen.