Gleich müsse er nach Klagenfurt, dort vortragen, wie die barfüßige Großmutter dem Enkel auf dem Hippiebänkchen das Mohnblumenknospeneröffnen zeigt, die rotzarten Blättchen ins Wasserbassin schweben, dort Karussell fahren im leisen Zirkelwind.

Sagt der Mann und grinst wie eine Zitronenzitterquerflöte.

Die Frau säbelt sich die pferdefesten Achselhaare mit einem Nagelscherchen weg und sprüht nichts Scharfes drüber.

Danach tappeln sie durch Buchsbaumpfädchen, heben die Arme zum Fastabheben durch den Morgenwind. Er rennt hinter Schmetterlingen her, juchzt, stoppt, guckt fragend, fragt: Hin?

Sie denkt an die Buntstiftbilder der Kinder aus Theresienstadt, die Traumkindheitsschmetterlinge, die sie malten und nie mehr sehen würden.

Aber jetzt ist hier. Und hier ist ein Luxus an Zeit, ganz ohne Auto, ohne Free-Style-Haarspray oder Dampftaubendeo, einfach Mohnblumenbuchsbaumheckenzeit.