Den Farbenteppich einer stillen Wiese

 

Den Farbenteppich

einer stillen Wiese,

mehr brauch´ ich nicht

zu meinem Sommerglück.

Ins warme Gras

bette ich

die lärmverwundete Seele.

Regengleich versickert

die Unruhe.

Unterm lichten Wolkendach

birgt mich

der Himmel

und gibt mir

verlorene Träume zurück.

Hier hat die Zeit

kein Recht auf mich.

 

Ich bin –

das ist genug.

 

(Antje S. Naegeli. In: Poesie für jeden Tag. Hrsg.: Judith Sixel. Herder Freiburg 2007)