Ein Feinlachding heute früh beim Lesen von: Freut Euch, nur noch 190 Tage Regen, dann schneit es wieder!

Man benötigt feines Lachen, feine Gedichte, tiefergehende Lektüre.

Die Protagonisten meiner aktuellen Lektüre zelten gerade auf Sylt:

„Was machen wir heute? wollte Jenny wissen, als sie am Morgen den Reißverschluss vom Zelt aufzog, um über ein paar Grasbüschel und eine schwarze Feuerstelle hinweg auf den Streifen Schilf und den dunklen Schlick des Wattenmeers zu schauen.

Was machen wir heute, Joseph?

Der Geschmack von Salz zitterte in der Luft. Am dunklen Wasser lief ein Kind entlang und sang allein in den an- und abschwellenden Wind hinein. Mama ist eine Blume. Papa ist ein Tofu. Titti ist eine Tür. Susi ist eine Wolke. Opa ist eine Lampe. Oma ist ein Zipp.

In der Nacht hatten irgendwelche Abdeckplanen unanständig im salzigen Wetter geklatscht.“

Ein schönes Lesen der einzelnen Episoden in „Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“ von Judith Kuckart, Dumont Köln 2015.

Regen.

Wer hätte gedacht, dass die Rosen das so anregend finden, das viele Wasser? Dass aber die gerade breitblättrig werdenden Zuccinipflanzen ersaufen könnten?