Da gab es einen Küstenweg und einen Bänkelsches Weg, ganz hinten in Rheinhessen bei Siefersheim und Schornsheim. Dort waren Ränder und Inseln im Urzeitmeer, die Überbleibsel davon mitten in Kleinwäldchen und Weinbergen zu betrachten. Ich fand eine Auster, die Millionen Jahre schon dort lag, Spuren einer verschwundenen Perle drin. Steine aus früheren Zeiten mit Achateinsprengseln. Mein Element, mit Fundstöckchen Fundstücke zu ergraben. Vorher den einsamen „Show-Room“ eines Pflaster- und Brunnensteinbruchs begangen. Weiter hinten schrie eine Frau ihren Belldackel ins Haus. Ab und zu wurden die Steinbruchswerksachen mit Wasser übersprüht gegen den Staub. Bachstelzen erfreuten sich am Rinnsal, das entstand. Sogar eine Feldlerche gesehen. Blühende Apfelbäume, ein Päoniengarten, wandernde Menschen oder welche mit Elektrofahrrädern, vor allem genießerisch tuckernde Motorräder, alle strömten durchs Vorsommerparadies.

Für diesen halben Tag all die Schwerwiegdinge, die an die Nieren gehen, vergessen. Trotzdem nach Zecken absuchen später. Die könnten auch was wollen. Sollen ja nicht ab Kniekehlen Beine abfallen oder so.

In Nieder-Wiesen neben einem thailändischen Wasserbüffel aus Holz nebst Buddhafigur kleine Feinspeisen genossen. Danach wüst durch die Furt gebrettert. Einfach durch den Bach, das geht hier.

Später Matschestündchen mit dem Enkel. Stolz und entzückt hielt der die dunkelbraunen Lehmhände in die Luft, und wieder runter, patsch, patsch.

Solche Sonntage sind wie Inseln im Rudimentärleben. Wozu Bachblüten, wenn es Bänkelscheswege, Uraltstrände und vermatschte Lehmörtchen gibt.