Immer noch den Kachelofen beheizen, auch mit vertrockneten Gartenzweiglein und mit von den Zerhackkrähen zurückgelassenen Walnussschalenhälften. Holzkleinteilsammelgen, von der Großmutter eingefleischt, anderen unbegreiflich. Die wissen schon und lächeln sich eins. Des angetrauten Vater hatte berufsmäßig im Wald zu tun, der hat das überhaupt nicht. Man erklärte mir mal, dass der Großmuttermann sich in einer Waldhöhle versteckt hielt, als die SS ihn suchte. (Dass sie ihn per Erpressung fanden und fast zu Tode prügelten, erzähle ich hier nicht).

Eben diesen wunderbaren Obstschmandkuchen bereitet. Da kommt ein wenig Besuch. Die mir noch gebliebenen Freundinnen, und so. Ich will nur nicht immer über verdammte Scheißkrankheiten reden mit denen. Ach ja, es gab vor ungefähr dreißig, vierzig Jahren selbstverständlich auch Babykackbeschaffenheitsgespräche, vermischt mit didaktischen Turnstundenvorbereitungen oder Konferenzgeheimnissbolzen. Der eine Kollege, der nur mit dem Sportlehrersmund lachte, die Augen seltsam unbeteiligt. Oder die Kollegin mit der Stefan-Zweig-Attitüde und ihrer Grünkreidenallergie. Wie sie mir vor die Füße rannte, schreiend, weil ein paar Provozierlümmel die gesamte Tafel grün bemalt hatten.

Langsam knöpfe ich die obersten Dinger am grauen Gartenhauskleid auf, schaue nach, wie es den winzigen Stielwärzchen unterm Busen geht. Da kommt gleich ein Püderchen drauf. Vorher mal tüchtig kneten, die zarten Gebilde, an denen sich prompt was aufrichtet. Es geht also noch!

Dabei etwas von Hermann Löns im Radio hören, wie er sich von holzigen Nebelmonstern in der Heide verfolgt fühlte. Mir fallen die fürchterlichen Tatzelwürmer ein, mit denen ich der kleinen Schwester früher Angst machte. Es waren doch nur die Regentropfnebelholzstümpfe im Wanderwald. Ach, Wald, du nun wieder!