Mit Schwung ein dickes Buch (Politik für die Sekundarstufe 2) in die große Tonne gepfeffert. Bücherzimmerboden soll ja nicht krachen beim Immerschwererwerden. Weitere Würfe sollen folgen. Das harmlose Restnussverwerterpärchen Nebelkrähen flatterte erschrocken in die Nachbarschaft. Still frierend all die Gehöfte und Brummkerlhäuser. Umso lauter das Vorbeirauschen der Verkehrsländlichkeitsmenge. Immer wieder meine Resilienz herausfordernd. Verschont davon die Pension im grünen Tal, wo wir letzte Woche weilten. Ab und zu der Zitterstimmenruf einer Kreuzworträtsellady aus Düsseldorf oder das heftige Kuhheulen aus dem Kälbchenkreissaal, so dreckig diesmal, weil der Oberbauer nicht mehr unter dem Traktor, sondern auf Intensiv liegt.

Es gibt erschreckend viele Witwen mit noch lebenden Männern!

Die Mädelchen in der kleinen Kurstadt strotzen vor Selbstbewusstsein. Rasen in der Mittagspause mal schnell am Salatbüffet vorbei, sprutzen wenig Joghurtsoße über den Plastikschalensalat, verzehren das telefonierend in ihrem hübschen Kleinwagen, lachen laut und spucken dabei keine grünen Blätter aus dem weit geöffneten Jungfrauenmund. Vom Supermarktparkplatz aus bewundern wir die hinten am Wald aufblitzenden Randstücke vom „Goldenen Ei“. Diesmal unerreichbar, weil etwas erst noch heilen muss.

Einem Mann im Eiscafe hängt eine Spuckeblase im Mundwinkel. Die Frau trägt holländische Heftighäkelwestchen.

Beim Falkewerksverkauf frieren sie auch, die aparten Damen. Flughafensocken und Schwulrosastrumpfgewerke für 98 Euro das Paar.

Mann, Mann, immer noch bin ich eine Reisewochennachbereiterin. Das kann noch dauern. Reisen, und seien sie noch so klein oder gar nur im Kopf, lösen Neuschwingungen der einsamen Haushaltsseele aus. (Hier passt die Wortwahl nicht so ganz, vielleicht versteht man mich trotzdem!)

Was haben wir wieder gespottet über das Wörtchen „Achtsamkeit“, die Gleichklangschwester (mitunter) und ich.