Schon wieder schmeckt der Morgenkaffee nach Wintertrübsinn. Dabei sollte man es als Wachstumsregen betrachten. Vergeblich warte ich auf des Wetterbauern Boes tröstende Friedastutenworte, seine manchmal derb frivolen Bauernheftigkeiten.

Der Enkel trinkt nur aus Gläsern, wenn ein Löffel drin steckt. Er beobachtet seine Eltern beim Frühstück intensiv. Gestern den kleinen Hoppelbagger im Hof. Begeisterung beim anschließenden Durchfurchen der Spuren im Sand mit seinem kleinen Laufgefährt. Höchsten Respekt hat er vor winzigen toten Tieren, Regenwürmern, Ameisen, Fliegen. Ein zartes, hingehauchtes Staunooooch und die kleinen Hände wie zum Auffangen vor dem Körper. Alle Vögel haben seine besondere Aufmerksamkeit. An einem Platz zertrampeln wir alte Walnüsse, entfernen uns ein bisschen und schon geht`s los. Auch ein hübsches Dohlenpärchen stürzt sich auf das Nussgeknusper. Später das Eichelhäherpaar.

Morgen geht die Reise mit der Schwester los. Dann ist hier für eine Woche Pause, nach dorten nehme ich kein Netzzeugs mit. Tief in den Wäldern gibt es keine Verbindung, ist reine Erholung. Da kommen mir nur Bücher von freigeistigen Weibern mit skeptischen Anteilen mit. Der neueste Meyerhoff wird im Kurstädtchenbuchladen gekauft.

Der Wind in den Bäumen, wegkreuzende Wildschweine oder gar Wisente, verschrobene Bedienungen in beispielsweise einem Cafe auf der Kuhwiese, früher Kleinstjugendherberge, die Hängebrücke, das Goldene Ei, die Spiegelplatte vom Waldskulpturenweg, vielleicht Schnee auf dem Kahlen Asten, wir werden sehen.

http://www.waldskulpturenweg.de