Die Ambivalenz. Diese Superlative in Landfrauensblogeinträgen. Man könnte zu gute, gar Neid erzeugende Dinge, Erlebnisse, Events beschreiben, sieh nur, ich war da und dort, meine Superblume ist aufgegangen, der Gatte besprang mich ballettös, ich tanzte, ohne dass jemand zusah und sann in der Morgensonne über das Dasein. Zarte Unglücksteppiche weben, mit im Randbereich verhäkelten Vergißmeinnicht, Glücksklee, Meistertulpen und Zeckenginster.

Glückwunschkarten, Teepappschachteln – Vieles wird wertiger in der Erscheinung, wenn ein Blättchen dickeres Butterbrotpapier beiliegt.

Meine Mühlenfreundin werkelte auf ihrer Gänsewiese mit gebeugtem Rücken, Gesicht fast im Gras. Es war so ruhig, wie sie es liebte. Fast blieb ihr das Herz stehen, als urplötzlich ein schweres Lebewesen auf sie sprang. Hochschnellend ohne Schrei rutschte das Wesen runter – ein blonder Großhund fiel ins Gras.

Sie redete ihn mit DU an, fragte, woher er käme, mit Halsband und so. Beim Gang vor die Gemächer löste sich das Erschrecken. Der Gärtner auf der anderen Seite hatte heute seinen Hund dabei, und der wollte überall gucken gehen.

Jetzt habe ich wieder nicht vom Unglück geschrieben. Mal jemanden suchen, dessen Leben zu wenig Duft hat.-

Aber in den Muffmiesepeterblogs liest doch niemand.

Mein Enkel bringt mir zwei zarte Frühblüher, da taut das Herz erst recht!