Noch keinen Robotermäher haben wir, nur mal gesehen, wie einer fast in einen See gefallen ist.

Einen original Frankfurter Schnitt habe ich am Körper, ohne mich wie eine Wurst zu fühlen. Rückbleibsnarbe, entstanden bei der Gallenblasenentnahme, damals noch nicht endoskopisch.

Einen Verwandten habe ich, der seit …zig Jahren einige Flaschen Wein täglich trinkt und dennoch ganze Jahreskulturbücher voll schreibt. Hat mich als Kulturbanausin bezeichnet, weil ich im Weinlande lebe, ohne permanent dem Rebensaft zu frönen.

Ein schönes, neues Buch habe ich, jedem Kapitel ein Feinsprechzitat vorangestellt. Dem über Rum das hier:

„Die Göttin hat mir Tee gekocht

und Rum hineingegossen.

Sie selber aber hat den Rum

ganz ohne Tee genossen.“  (Heinrich Heine. Deutschland. Ein Wintermärchen)

Das Buch kann ein Studium ersetzen, ist in Semester eingeteilt. Rum ist das vierte.

Man erfährt Neues und Nettes, kann mit den Rezepten am Schluss nachmixen, außerdem sind die Zeichnungen von Angela Dwyer eine Wucht, sehr dicht atmosphärisch Barleben einfangend.

„Die Schule der Trunkenheit“. Eine kurze Geschichte des gepflegten Genießens. Von Victoria Bar. http://www.victoriabar.de  Metrolit Verlag. Berlin 2013