Stimmt doch, morgen soll`s trübe, dunkel, kühl weitergehen. Der Karsamstag heute wettermäßig als Geschenk empfindbar. Ich möchte dauernd wieder den Film vom Missisippiufer gucken: A love song for Bobby Long.

Am Rheinstrande flaniert heute, die Freundin ließ beherzt solch flache Steinchen titschen. Schiffe, Segelflieger, verliebte Lachleute. Unter Weidenbüschen saßen zwei junge Frauen in feinbunten Kleidern, hielten zierlich ihre mitgebrachten Sektkelche, feierten irgendwas, vielleicht einfach nur diesen Frühlingstag.

Ein einsamer Mann im nicht perfekt sitzenden braunen Anzug ging gemessenen Schrittes auch dort, vielleicht ein entwurzelter Philosophieprofessor aus Syrien.

Insgesamt eine aufgeräumte Stimmung. Verheißungsvoll. 1000 m weiter der Hundestrand. Derbe Sportmädels rannten mit ihren Wasserhunden dorthin.

Oben summten leise die Motorsegler, weiter links die Urlaubsjets in Nichtkriegsländer, aus Richtung Frankfurt.

Der blaue Himmel mit leichtem Sommergewölk, leider nicht konservierbar.

Die Lastschiffe, die da fuhren, hießen „Anita“ und „Renate“, auch einer der immer beliebter werdenden Flusskreuzfahrtkähne glitt vorbei. Auf dem Sonnendeck buntes Liegestuhlvolk mit eher Nichtchinesen. Die Titscheflachsteine der Freundin gelangten nicht dorthin, nur ihre frohen Worte an mein Ohr.

Ein Tag zum Lopbreisen (absichtlich falsch geschrieben. Sieht interessant aus, finde ich)!