Der weißhaarige, alte Mann, der jeden Tag vorbeigeht. Zur Bushaltestelle, in die nahe Kleinstadt fährt, dort im Altersheim seine Mutter besucht, die letzte Woche 101 Jahre alt wurde, mit Foto in der Zeitung.

Dass ich es geschafft habe, endlich alle Kalenderblätter im Haus auf März zu drehen. Trotzdem wird am Monatsende Sommerzeit sein, und Ostern.

Der neue Pfarrer hier, offen schwul, zieht neue Seiten auf. An im Gemeindeblättchen bekannt gemachten Terminen setzt er sich in der jeweiligen Zuteilungsgemeinde auf eine Bank und wartet. Er hat Kaffee dabei und will mit Leuten ins Gespräch kommen. Gute Idee, finde ich. Nicht wie dieser andere Pfarrer, der schlecht verheiratet war und dauernd Scham von den Leuten forderte.

Einen anderen kannte ich mal, der hat auf dem Schulhof die Kinder angelockt. Durch sein Strahlen und das muntere Gitarrenspiel. Es wurde ihm untersagt von der gestrengen Schulleitung. Die niemals lauthals lachte. Kinderbremse und großer Brüllheld. Es gab auch Denunzianten in seinem System. Ach, was rede ich da. Vorbei.

Geben wir der Zukunft eine Chance. Schreiten wir lauthals lachend am Sonntag an die Wahlurne, gucken abends doof oder frohlockend, verkniffen jedenfalls nicht. Und Schreckensbleichheit hat noch immer irgendwem geholfen.

Der Enkel konnte zuerst das Nein sagen, es folgten das Ja sagen und jetzt noch das Schulter zucken. Selbst bestimmen wollen, wenn nötig mit hohem Gekreisch, boah, was für Fortschritte!