In den Zeitungen beim Drüberlesen Unwohlworte nicht zu speichern mich bemüht; gemeine Glut steckt hinter Obergrenzen, Angriffen, Miseren, kaschierter Wirklichkeit.

Ich will fein sortierte Bloggerworte stattdessen wieder und wieder lesen, als da sind: Schaukelinhaberin – Geraffel – Kompostloch – Wolkenmützen – Salzburg – Hölderlin- Ballett – Wertschätzung – Radreisen ans Nordkap und nach Gibraltar – Beseeltheit und Hingabe – Stille, Zwiegespräch – geliebte Bleistifte – Rehe vor der Hütte – Zaubernuss und geriebene Zitrone-  überhaupt, das seelenwärmende Kochen, Backen, Gäste haben…

Irgendein Psychoknalldoktore würde es wohlfeil als Eskapismus diagnostizieren, mir doch egal. Wie sagte letzthin diese eine Nachtlady: Wenn sie alt wäre, also so richtig alt, ginge sie extra zu den Stellen mit möglichst halbnackten Bauarbeitern und würde laut rufen: Ficken!? – Die würden dann plötzlich sehr geschäftig. Ja, und mit ihren alten Freundinnen im Stadtpark den jungen Kerlen das auch zubrüllen, lachend, dann hätten sie bald den Park für sich!